Negroni Cocktail: Rezept, Varianten & Geschichte
Bittersüsser Gin-Aperitif

Negroni Cocktail: Rezept, Varianten & Geschichte

Italienischer Klassiker aus Gin, Campari und rotem Wermut – herb, elegant und perfekt als Aperitif.

Geschmack
Bittersüss
Zeit
2 Minuten
Schwierigkeit
Einfach

Zubereitung

  1. Old-Fashioned-Glas mit Eiswürfeln füllen.
  2. Gin, Campari und roten Wermut direkt ins Glas geben.
  3. Sanft mit dem Barlöffel umrühren, bis der Drink gut gekühlt ist.
  4. Mit einer Orangenscheibe oder -zeste garnieren (optional mit Cocktailkirsche).

Geschichte des Cocktails

Der Negroni stammt aus Italien, genauer aus Florenz – dem „Stadt der Veilchen“. Die Entstehung wird meist dem Grafen Camillo Negroni und dem Barkeeper Fosco Scarselli zugeschrieben.

Der Graf trank gerne einen Americano, bat aber darum, ihn „stärker“ zu machen: Statt Soda sollte Gin hinein. Scarselli erfüllte den Wunsch und ersetzte die typische Zitronengarnitur durch Orange. Der neue Drink gefiel sofort – und wurde nach dem Grafen benannt.

Die Familie Negroni begann später sogar, einen fertig gemischten Negroni („Antico Negroni 1919“) zu vertreiben – einer der ersten industriell abgefüllten Cocktails. Eine der frühen schriftlichen Erwähnungen findet sich 1947 in einem Brief des Regisseurs Orson Welles, der den Drink begeistert beschrieb.

Heute ist der Negroni weltweit ein fester Aperitif-Klassiker: kompromisslos bitter-süss, kräutrig und wunderbar zeitlos.

Cocktail-Variationen

  • Negroni Sbagliato: Gin wird durch Prosecco/Spumante ersetzt – leichter, spritziger, weniger bitter.
  • Boulevardier: Statt Gin kommt Bourbon oder Rye Whiskey hinein – wärmer, runder, mit Vanillenoten.
  • White Negroni: Gin, Suze (oder anderer Enzianlikör) und trockener/weisser Wermut – heller, floral-bitter.