Manhattan Cocktail: Rezept, Varianten & Geschichte
Ikonischer Whiskey-Vermouth-Klassiker

Manhattan Cocktail: Rezept, Varianten & Geschichte

Kräftiger, aromatischer Short Drink aus Whiskey, rotem Wermut und Angostura – gerührt und elegant serviert.

Geschmack
Bittersüss
Zeit
5 Minuten
Schwierigkeit
Einfach

Zubereitung

  1. Whiskey, roten Wermut und 1–2 Tropfen Angostura in ein Rührglas mit Eiswürfeln geben.
  2. Mit dem Barlöffel gründlich kalt rühren, bis der Drink gut heruntergekühlt ist.
  3. Durch einen Strainer in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.
  4. Mit einer Cocktailkirsche garnieren.

Geschichte des Cocktails

Der Manhattan entstand in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auch in England bekannt. Um seine Herkunft ranken sich mehrere Geschichten.

Als wahrscheinlichste gilt die Version, dass er ursprünglich mit Roggenwhiskey gemixt wurde und seinen Namen in den 1920er-Jahren im New Yorker „Manhattan Club“ erhielt. Dort war der Drink so populär, dass Clubmitglieder das Rezept weiterverbreiteten – und der Name des Clubs blieb am Cocktail hängen.

Eine zweite, deutlich weniger plausible Erzählung verortet die Erfindung in England und schreibt sie Jennie Jerome, der Mutter Winston Churchills, zu. Demnach hätte Churchill den Drink später selbst in Gesellschaft kultiviert.

Eine dritte Theorie sorgt bis heute für Diskussionen: Einige Mixologen sehen den Ursprung erst in den 1950er-Jahren und verbinden den Namen mit dem „Manhattan-Projekt“ der US-Atombombenforschung – als Anspielung auf die starke, „explosive“ Wirkung des Cocktails.

Cocktail-Variationen

  • Rye Manhattan: Klassisch mit Roggenwhiskey statt Bourbon – trockener und pfeffriger.
  • Perfect Manhattan: Mischung aus rotem und trockenem Wermut (je ~12,5 ml) für mehr Balance.
  • Rob Roy: Schottischer Twist – Whiskey wird durch Scotch ersetzt.
  • Black Manhattan: Roter Wermut wird durch Amaro (z. B. Averna) ersetzt, kräftiger und bitterer.